www.rotweissrot.deHome Wein-Wissen Weinglossar Schmelz, Johann

Weinglossar

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Schmelz, Johann

Johann Schmelz ging durch eine harte Lehre, er war lange Zeit im Betrieb seines großen Nachbarn Josef Jamek tätig. "Josef Jamek" sagt er, "hatte seine Augen überall". Gab es irgendein Problem im Keller, schon spürte man den großen Doyen hinter sich. Er sahe intuitiv einfach alles. Diese Erfahrung war die beste Voraussetzung den eigen Betrieb in Form zu bringen. Zu den 4,5 vom Vater übernommenen Hektar kamen 1988 noch zwei hinzu. Heute sind acht Hektar im Besitz der Familie Schmelz. Mit Stein am Rain gehört ihnen eine wunderbare Lage in Joching, außerdem verfügen sie über Teile der Toplagen Pichlpoint in Weißenkirchen und der Riesling-Lage Dürnsteiner Freiheit. Johann Schmelz betont dabei immer wieder, wie wichtig ihm das Terroir ist, auf dem die jeweilige Rebsorte wächst. "Nichts dem Zufall überlassen, jede Rebe soll den Platz finden, der ihr die besten Voraussetzungen für hohe Quitäten gibt". Bei der Weingarten ist die Familie gemeinsam tätig, die Kellerarbeit ist hingegen Chefsache. Mit Stolz zeigt er seinen neuen Keller, in dem die Verarbeitung der Trauben und das spätere Wein-werden ohne Pumpen, nur durch Schwerkraft, bewerkstelligt wird.

Seine Weine gehören zum Feinsten in der Wachau, darum 2005 auch Winzer des Jahres in der Zeitschrift FALSTAFF. Der liebenswerte Qualitätsfanatiker erklärt, "dass man nur bis Juni den Boden lockern und aufreißen darf, man soll nähmlich nicht zuviel belüften, denn dadurch schneller Botrytis". Und das soll unbedingt vermieden werden. Er plädiert für schonende, nicht zu kühle, Vergärung bis etwa 22 Grad. Paradewein des Hause ist für mich der Grüne Veltliner Höhereck Smaragd, obwohl ihm der Pichlpoint Smaragd in den letzten Jahren kaum nachgestanden ist.