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Weinglossar

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Schaumwein

Schaumwein oder Sekt wird durch eine zweite Gärung des Weines, des sogenannten Grundweines hergestellt, indem Hefe und Zucker zugesetzt werden. Hochwertiger Sekt wird durch Flaschengärung (méthode champenoise) erzeugt. Bei der etwa zweiwöchigen Gärung entsteht sehr viel gelöste Gärungskohlensäure und dadurch ein Überdruck von 5 bis 6 bar in der verschlossenen Sektflasche. Bei der anschließenden, oft mehrjährigen schrägen Überkopf-Lagerung der verschlossenen Flaschen setzt sich der Hefetrub ab, der zum Schluß entfernt wird (siehe Degorgement). Zur Einstellung des gewünschten Süßegrades wird zuletzt eine von den Herstellern geheimgehaltene Dosage beigefügt und die Flasche mit einem Korken und der bekannten Drahtagraffe endgültig verschlossen.

Nach dem EU-Weingesetz muss ein Schaumwein (aus Tafelwein) mindestens 3 bar Kohlensäure-Überdruck bei 20 °C haben. Beim Qualitäts-Schaumwein (aus Qualitätswein) sind dies zumindest 3,5 bar, der Alkohol-Gehalt muss zumindest 9,5% vol betragen und er muss zumindest 60 Tage auf der Hefe lagern. Die Qualität zeigt auch die Feinheit der Perlen (siehe dazu unter Moussieren).

Die verschiedenen Herstellungs-Methoden:

  • Imprägnier-Verfahren: Zuführung von Kohlendioxid (Perlwein)
  • Méthode charmat: Tankgärverfahren mit zweiter Gärung im Tank (Sekt)
  • Méthode champenoise: klassisches Champagner-Verfahren (Champagner)