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Emmerich Knoll ist ein Mann wie ein Fels, seine Beharrlichkeit, die unerschütterliche Ruhe, die er ausstrahlt, sind sein Markenzeichen geworden. Das bekommen auch seine Wein zu spüren, denen er Zeit zum Reifen gönnt, um der Individualität zu fördern. Für seine Smaragd-Weine heißt das: die Trauben sollen bei der späten Ernte im Oktober und November den höchstmöglichen Reifegrad am Stock haben. "Ich habe in der Weinbauschule gelernt warum man dies und jenes im Weinberg und Keller macht - mein Vater lernte mir wie man es macht" sagt Emmerich Knoll. Er stand also, als er das seit 1825 in Familienbesitz befindliche Weingut in den 70er Jahren übernahm, auf einem guten Fundament. Auch sein Vater hatte schon, entgegen der damals üblichen Riesling-Priorität, besondere Aufmerksamkeit auf den Grünen Veltliner gelegt. Und Knolls Veltliner bekamen schon damals auch gute Rieden zugewiesen, an denen sie sich besonders wohlfühlen. Das sind bei ihm in erster Linie die Südlage Loibenberg mit starkem pannonischen Klima und ihrem Gneis, Schiefer und Verwitterungsböden sowie der Dürnsteiner Schütt mit Erosionsboden und Verwitterungsgestein - was würzig mineralische Weine ergibt. Bei Knoll-Weinen ist es immer ratsam, sie nach der Abfüllung einige Zeit zu Reifen zu lassen (Smaragd-Weine verlassen deshalb schon 5 Monate später als bei anderen Winzern das Weingut), Ungeduldigen sei der Grüne Veltliner Kreutles zu empfehlen. Knolls Luxus-Veltliner heißt "Vintheksfüllung" und ist nach entsprechender Reifung ein geniales Trinkvergnügen, leider aber immer auch sehr rar.
Hervorzuheben ist aber auch die gewaltige Riesling-Palettevon den schon genannten Lagen Loibenberg, Schütt aber auch Kellerberg und den nahen Kremser Pfaffenberg, dessen Smaragd-Version Selektion heißt, da er außerhalb der Wachau liegt. Alles Weine mit betörenden Aromen und aristrokratischer Finesse. Chardonnay, Muskateller und traminer spielen eher eine Nischenrolle.
Bis in die 1970er Jahre wurde die gesamte Produktion, von damals 4 Hektar, im Loibener Hof verkauft, das mittlerweile legendäre Restaurant gehört dem Bruder des Vater von Emmerich Knoll. Heute sind 8 Hektar im Eigenbesitz und weitere 6 Hektar hinzugepachtet, sodaß es nicht mehr ganz so schwer ist an die Knollschen Kreszenzen heranzukommen.
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