Die weltweit wichtigste Weißweinsorte wird in allen Erdteilen erfolgreich kultiviert und ist die Basis für viele Spitzenweine. Was wäre die Bourgogne ohne sie? In Österreich seit längerem heimisch, in der Steiermark als
Morillon stark vertreten. Vielfach wird mit dieser Sorte, barrique ausgebaut, eine internationale Stilistik verfolgt.
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Synonyme: Morillon, Feinburgunder
Herkunft / Verbreitung: Die weiße Rebsorte zählt den ganz großen der Welt, den Cépages nobles. Angeblich von Kreuzrittern von Libanon nach Frankreich gebracht, von dort von den Benediktinern in Burgund verbreitet. Der Name kommt evtl. von der Ortschaft Chardonnay die nördlich von Mâcon liegt. Heute fast auf der ganzen Welt anzutreffen. Weltweite Anbaufläche: 140.000 Hektar. Auch in Österreich seit längerem beheimatet und von wachsender Bedeutung, insbesondere im oberen Qualitätssegment. In der Steiermark, wo er sehr frische, zartblumige Weine liefert, wird er als Morillon kultiviert. Rebfläche: zusammen mit Pinot Blanc 3.300 Hektar (oder 6,6%)
Charakteristik: Tiefgründige, kalkhaltige Böden sind am besten für Chardonnay geeignet. Die Trauben sind mittelgroß, kompakt und grüngelb, bei Vollreife bernsteinfarben. Die Beerenhäute sind dünner als beim Weißen Burgunder. Die Reife ist mittelspät bis spät.
Seine Farbe schwankt zwischen zart blassgelb und leicht zitronengelb bis zu intensiv strohgelb. Er duftet meist nach grünen Äpfeln, manchmal etwas grasig oder auch nach Weißbrot und ist ein voluminöser, pikanter, stahliger Wein mit feiner Säure. Ergibt er sehr kräftige, extraktreiche Weine, die auch bei hoher Reife noch eine angenehme Säure besitzen, gewinnt mit zunehmender Flaschenreife noch an Niveau. Ein sehr vornehmer, aristokratischer Wein, der Gourmets immer wieder entzückt.
Empfehlung: Geräucherter Fisch, Hummer, Langusten, Fisch in schweren Saucen, Geflügel und Käseauflauf. Serviertemperatur 8 bis 10 °C.