Die weltweit wichtigste Rotweinsorte wird in allen Erdteilen erfolgreich kultiviert und ist die Basis für viele Spitzenweine. Was wäre das Bordeaux ohne sie? In Österreich erst seit Mitte der 80er Jahre zugelassen, wird sie gerne in Cuvées benutzt. Eine tanninreiche Traube, die dem Wein Gerbstoff und Struktur gibt.
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Herkunft / Verbreitung: Die rote Rebsorte zählt den ganz großen der Welt, den Cépages nobles. Höchstwahrscheinlich aus Frankreich stammend (natürliche Kreuzung von Cabernet Franc & Sauvignon Blanc), urkundlich erstmals 1635 im Bordeaux erwähnt. In Österreich seit 1986 als Qualitätsweinsorte zugelassen. In den vergangenen Jahren verstärkt (500 ha.) im Burgenland und in Niederösterreich angepflanzt. Die Hauptsorte des Bordeaux, weltweit 145.000 Hektar Rebfläche.
Charakteristik: Die Sorte ist ertragssicher und bevorzugt heiße, sandig-steinige Böden. Die Trauben sind mittelgroß, sehr lockerbeerig, teils geschultert. Die Beeren sind klein, schwarz mit dicker, harter Beerenhaut und großen Kernen. Gerbiger, adstringierender Geschmack. Reift je nach Klima mittelspät bis spät und war deshalb bisher südlicheren Regionen vorbehalten.
Die Weine der Sorte sind außergewöhnlich gerbig, jedoch von tiefer Farbe. Beerenbukett nach Veilchen, Vogelbeeren, grüner Paprika und typische Cassis-Noten. Die gut gefärbten Weine sind erst nach Reifung gut trinkbar. Das Cuvée mit Merlot gibt den Weinen eine harmonische Prägung.
Empfehlung: Essen zu festlichen Anlässen mit dunklem, kräftigen Fleisch oder Wild. Sehr gute Lagerfähigkeit. Serviertemperatur 16 bis 18 °C.